Gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit update: 15.02.2012
Projektlaufzeit: Oktober 2008 bis Mai 2011
Website: Gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit
Interview: Gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit (WMV)
Das interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern aus den Bereichen Ernährungswissenschaften, Landwirtschaft, Energiewirtschaft, Wassergütewirtschaft und Umweltwissenschaften will den Zusammenhang zwischen Gesundheit, Ernährungsgewohnheiten, Anforderungen an die landwirtschaftlicher Produktion (Nahrungsmittel oder nachwachsende Rohstoffe) und Umweltbelastung (Wasser, Luft, Boden) unter regionalen Gegebenheiten quantitativ erfassen und darstellen.
In unserer westlichen Gesellschaft werden deutlich mehr tierische Nahrungsmittel (Fleisch, Eier, Milch) gegessen, als es einer ausgewogenen, gesunden Ernähung entsprechen würde. Zur Produktion von tierischen Nahrungsmitteln werden jedoch etwa 5-6 mal soviel Ressourcen (z.B. Fläche, Düngemittel) benötigt, wie zur Produktion einer vergleichbaren Menge an pflanzlichen Nahrungsmitteln. Der Verbrauch an Ressourcen in der Landwirtschaft ist zudem eng an die Umweltbelastung (z.B. Emission klimarelevanter Gase, Gewässerbelastung) gekoppelt. Im Zuge der Bearbeitung werden die „Kosten“ einer unausgewogenen Ernährung für den Einzelnen und die Gesellschaft dargestellt und Chancen aufgezeigt, die mit einer gesunden Ernährung verbunden sind. Als Arbeitsschwerpunkte werden folgende Fragen beantwortet:
- Welche Kosten sind im Gesundheitswesen mit einer unausgewogenen Ernährung verbunden?
- Welches Potential an Flächen würde in der Landwirtschaft durch einen Umstieg auf eine gesunde Ernähung frei werden?
- Wie könnten diese Flächen genutzt werden (natürliche Sukzession, Extensivierung der landwirtschaftlichen Produktion, Produktion nachwachsender Rohstoffe, Nahrungsmittelproduktion für den Export)?
- Welche Veränderungen der Umweltbelastung bzw. von Emissionen klimarelevanter Gase wären mit diesen unterschiedlichen Nutzungsstrategien verbunden?
- Welche Bedeutung in Hinblick auf eine Ressourcenschonung kommt den unterschiedlichen Strategien zu (z.B. Energiegewinnung aus Biomasse oder Düngemittelverbrauch)?
- Wie sind die unterschiedlichen Strategien unter unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten zu bewerten?
Die verwendeten Ansätze, Methoden und Ergebnisse werden mit Praxispartnern erörtert. Die Projektergebnisse sollen über Bildungseinrichtungen eine Lebensstiländerung der Bevölkerung vermitteln und unterstützen. So werden Schulmaterialen erarbeitet und getestet sowie die Erkenntnisse im Zuge der Kinderuni vermittelt.
Grafik: Zusammenhang von gesunder Ernährung und Nachhaltigkeit (GIF)
Veröffentlichungen über das Projekt: Pressespiegel (Projektwebsite) Artikel in aqua press, 2/2009: Im Clinch: Ernährung und Wasserwirtschaft (PDF) Artikel in economy austria, 26.06.2009: Forschung im Zeichen der Nachhaltigkeit (Link) Vortrag Human nutrition as key to nutrient emissions into water (PDF) Folder Getting the Dimensions Right – Human Nutrition as Key for the Control of Regional Nitrogen Fluxes (PDF) Artikel in Ernährung aktuell, 4/2010: Gesunde, bedarfsdeckende Ernährung und Nachhaltigkeit in der landwirtschaftlichen Produktion (PDF) Artikel in Water Science and Technology, Vol. 62: Considerations on the Importance of nutrition habits for the national nitrogen balance in Austria (Link) Artikel in Energieniformation, 09/2010: Gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit – Eine Betrachtung aus energetischer Sicht (PDF) Folder Nitrogen efficience of food production in Austria (PDF)
Liste der Publikationen, die im Verlauf des Projektes entstanden sind
Liste der Aktivitäten, die im Verlauf des Projektes entstanden sind
Leitung Prof. DI Dr. Matthias Zessner Technische Universität Wien Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft Karlsplatz 13 1040 Wien t: 0043.1.58801.22616 f: 0043.1.58801.22699 e: mzessner@iwag.tuwien.ac.at
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