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LA21-Modell für Klein- und Mittelstädte (5.000 – 50.000 EW)
update: 24.04.2012


Projektlaufzeit: Oktober 2008 bis Februar 2010

Interview: LA21-Modell für Klein- und Mittelstädte


Ausgangslage
In Österreich werden Lokale Agenda 21-Prozesse bislang hauptsächlich in kleineren Gemeinden realisiert. LA21-Prozesse in Städten zwischen 5.000 und 50.000 EinwohnerInnen sind dagegen eher die Ausnahme. Im Mittelpunkt unseres Projektes stehen deshalb klein- und mittelstädtisch geprägte Gemeinden im ländlichen Raum mit Zentrale-Orte-Funktion. Das Projekt wird unter Federführung des BMWF in Zusammenarbeit mit den Bundesländern Oberösterreich und Steiermark durchgeführt.

Ziel des Projekts
Ziel des Projekts ist die Darstellung, wie LA21-Prozesse im klein- und mittelstädtischen Bereich erfolgreich gestartet und gestaltet werden können und wie bereits laufende Prozesse beständig in Gang gehalten werden können. Dabei ist von zentraler Bedeutung, welche spezifischen LA21-Themen und Entwicklungsfragen in größeren Gemeinden bzw. Städten im Mittelpunkt stehen und welche Strukturen bzw. Instrumente zur Steuerung der Umsetzung benötigt werden (z.B. Belebung städtischer Zentren, Einbeziehung der Jugend, Integration, Gewinnung von Mitwirkenden und deren Motivation, Information und Kommunikation).

Inhaltliche Schwerpunkte
Im Ergebnis soll das Projekt Antworten auf folgende Fragen liefern:
Welche Besonderheiten weisen Klein- und Mittelstädte im ländlichen Raum in Bezug auf LA21-Prozesse auf?
Der Initiierung und Abwicklung von LA21-Prozessen in Klein- und Mittelstädten liegen andere Voraussetzungen sowie Gestaltungs- und Unterstützungserfordernisse zugrunde als in Gemeinden mit vorwiegend dörflichem Charakter. Untersuchungen zu LA21-Prozessen in kleineren Gemeinden liegen bereits vor.

Was kennzeichnet erfolgreiche Stadtagenda-Prozesse, welche Erfolgsbedingungen spielen für die Durchführung bzw. für die Aufrechterhaltung eine entscheidende Rolle?
Um spezifische Erfolgsfaktoren von LA21-Prozessen im klein- und mittelstädtischen Raum im Einzelnen zu ergründen und beschreiben zu können, werden erfolgreiche Stadtagenda-Projekte ausfindig gemacht und einer eingehenden Analyse unterzogen. Die Analyse beschränkt sich auf Österreich und Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg), da hier vergleichbare Wertekulissen und ähnliche soziokulturelle Rahmenbedingungen gegeben sind. Anschließend sollen Erfolgsfaktoren identifiziert werden, deren Ermittlung sich auch auf Ergebnisse vorangegangener Untersuchungen von LA21-Gemeinden in Oberösterreich und Steiermark stützt.

Welche unterstützenden Instrumente, Methoden und Maßnahmen lassen sich bei Stadtagenda-Prozessen für die verschiedenen Phasen und Aufgaben einsetzen?
Im Anschluss an die Analyse sollen konkrete Maßnahmen und Instrumente zur Prozessunterstützung und -begleitung untersucht werden, die sich bei den Erfolgsmodellen bereits bewährt haben.
 
Daraus entwickelte spezielle Tools sollen modellhaft und unmittelbar Anwendung finden, indem sie noch im Verlauf des Projektes in laufenden bzw. neu gestarteten Stadtagenda-Prozessen umgesetzt werden. Die dabei gemachten Erfahrungen werden in die Projektergebnisse abschließend eingearbeitet.

Vorgehensweise im Projekt:

Vorphase:
 - Literaturrecherche
 - Durchsicht relevanter Projektberichte
Hauptphase:
 - Detailanalyse bestehender Prozesse
 - Erarbeitung von Tools in Workshops
Umsetzung und Anwendung:
 - in lauf. Prozessen in OÖ bzw. Stmk.
Reflexion


Erwartete Ergebnisse
Im Projekt „LA21-Modell für Klein- und Mittelstädte“ ist das Hauptaugenmerk nicht nur auf die Ergebnisse und den Erfolg der LA21-Prozesse, vor allem auch auf die Entstehungsbedingungen von Erfolgen und Misserfolgen gerichtet. Am Ende werden die Ergebnisse in Modellgemeinden in den LA21-Prozess einfließen und unter der intensiven Mitwirkung von Politik und Verwaltung somit in der Region verankert. Die neuen Erkenntnisse für die Gestaltung von LA21-Prozessen sind in der Folge auch für andere Gemeindetypen anwendbar.

Anders als bei bisherigen Prozessleitfäden üblich, soll als Ergebnis dieses Projekts kein fester LA21-Verlaufsrahmen entstehen, sondern es sollen Maßnahmen und Tools für verschiedene Phasen und Situationen im Agendaverlauf entworfen werden. Dazu wird ein „Werkzeugkasten“ erstellt, der nach Aufgabenstellungen geordnet ist und es den LA21-Städten ermöglicht, gezielt nach möglichen Vorgehensweisen im LA21-Prozess zu suchen.

Letztendlich sollen die Erfahrungen aus dem Projekt und die gewonnenen Erkenntnisse in möglichst vielen Stadtagenda-Prozessen erfolgswirksam eingesetzt werden können.

Projektendbericht (PDF)
Anhang zum Projektendbericht (PDF)

Liste der Publikationen, die im Verlauf des Projektes entstanden sind
Liste der Aktivitäten, die im Verlauf des Projektes entstanden sind

Leitung

aoUniv.-Prof. Dr. Reinhold Priewasser
Johannes Kepler Universität Linz
Institut für Betriebliche und Regionale Umweltwirtschaft
Altenberger Straße 69
4040 Linz
t: 0043.732.2468.8834
f: 0043.732.2468.8832
e: reinhold.priewasser@jku.at