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Transdisziplinarität als Wissenskultur und Praxis


Praxisorientierung der Wissenschaft – Chancen und Grenzen

Der Begriff ‚Transdisziplinarität’ mag sperrig klingen, doch erlebt er in der Scientific Community einen Aufschwung. Der berühmte Elfenbeinturm, der vielfach mit Wissenschaft assoziiert wird, bekommt eine Zugangstreppe – die Einsichten, Erfahrungen und Erkenntnisse anderer, mitunter auch nicht wissenschaftlicher Beteiligter. Wissenschaft soll ihre Herangehensweisen an der Praxis orientieren und unterschiedliche Formen von Wissen und Erfahrungen einbinden, um angemessenere Lösungen für komplexe gesellschaftliche Probleme zu entwickeln – so die Annahme, von der auch proVISION ausgeht.

Ulrike Felt und ihr Team untersuchen Referenzprojekte und laufende Studien, um Erkenntnis darüber zu gewinnen, wie diese Transdisziplinarität in der Praxis umgesetzt wird. Es geht um die Beantwortung folgender Fragen:
- Wie werden Probleme und Forschungsfragen gemeinsam definiert?
- Welche unterschiedlichen Zeitlogiken treffen aufeinander?
- Wie kann Einigung über die Herangehensweise erzielt werden?
- Wie findet die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Relevanzwelten statt?
- Welche Orte der Wissensproduktion erlangen Bedeutung?
- Wie wird zusammengearbeitet?

Debatten zu kontemporären Veränderungen im Wissenschaftssystem, aber auch zum Wandel der Beziehung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, bilden dabei den größeren Rahmen für die Reflexion.

Insgesamt sollen ein fundiertes Verständnis der forschungspraktischen Möglichkeiten und Grenzen von Transdisziplinarität entwickelt sowie die theoretische Reflexion zu dieser Wissensproduktion erweitert werden.

update: 16.07.2010

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